Zeltlager-Journal 2011

Freitag, den 29.07.

Pünktlich um 15 Uhr trafen die ersten Kinder ein um sich gleich in ihren Zelten häuslich einzurichten. Als alle Taschen verräumt und alle Feldbetten aufgestellt waren traf man sich vor der Küchenkonstruktion um den einweisenden Worten von Lagerleiter Klaus zu lauschen. Veranschaulicht wurde die Rede durch die beiden Assis(-tenten) Dave und Schelle. Danach wurden die „Neuen“ herumgeführt, damit sie auch zum Beispiel den Standort unserer vorbildlich eingerichteten Sanitäranlagen erfragen konnten. Nach dem Abendessen wurden die Teams für den „Bernd-Hofmann“-Fußballcup ausgelost und spät am Abend traf man sich dann noch einmal zu einer ersten Gesangsprobe am Lagerfeuer.

Samstag, den 30.07.

Anscheinend hatten die Kinder sich am Vorabend noch nicht beim Singen verausgabt. Auf jeden Fall waren Domi und Ingo ziemlich überrascht als gegen 5:30 Uhr die ersten Frühstückshungrigen auftauchten. Gegen 10 Uhr wurden dann die Trikots bemalt und die Mannschaftsnamen festgelegt. Bei Beidem waren die Spieler sehr kreativ und so wurden Mannschaften wie „Disneyland“, „Botswana“ und „der erste FC Dreggich“ ins Leben gerufen. Zu Mittag gab es Leberkäs mit !selbstgemachtem! Kartoffelpüree und Ebsen- und Karottengemüse. Später am Nachmittag fand dann das „Baby-mit-dem-Goldzahn“-Stationsspiel, welches in liebevoller Kleinstarbeit von Dave, Michel und Alex vorbereitet wurde statt. Hier mussten die einzelnen Gruppen sich beim Orakel von Offenbach die Antworten auf die Fragen weissagen lassen, um dann die Aufgaben an den zahlreichen Stationen meistern zu können. Abends aßen wir dann Burger , die man dank unserer hohen Qualitätsansprüche nicht mit herkömmlichen „Fast Food“ vergleichen konnte. So gestärkt gingen es dann in die Vorrunde der WM, bei der alle Teams hochkarätigen Fußball zeigten. Am Lagerfeuer wurde, trotz Temperaturen, bei denen die Suppe in der Tasse gefror kräftig mitgesungen.

Sonntag, den 31.07.

Nach einem nahrhaften Frühstück wurden gleich weitere Fußballspiele ausgetragen. Hier kristallisierten sich schon einige Topanwärter auf den Bernd-Hofmann-Pokal heraus. Nachdem uns das Küchenteam mit reichlich Schweinebraten mit Rotkraut und Klösen verköstigt hatte kamen wir am Lagerkreuz zum Gottesdienst zusammen, um gespannt den Worten von Kaplan Lehnert zu lauschen, der uns alle mit seiner blumigen Erzählweise mitriss. Danach gab es für die Kinder und Eltern, die extra für dieses Event angereist waren Würstchen im Brötchen. Bei Tisch wurde sich logischerweise über die neusten Ereignisse auf dem Zeltplatz und zu Hause ausgetauscht. Als die Eltern wieder abgereist waren starteten die Mutigsten in Zweier- und Dreiergruppen zur berühmt-berüchtigten Nachtwanderung/Mutprobe in den Wald. Als man wieder am Zeltplatz eintraf warteten schon eine warme Suppe und ein großes Lagerfeuer, an dem sich die Überlebenden von dem Schock erholen konnten.

Montag, den 01.08.

Über das trübe Wetter am diesem Morgen freute sich bestimmt niemand auf dem Zeltplatz, zumal mittags der Schwimmbadbesuch auf dem Programm stand. Anscheinend war die Penne mit verschiedensten Soßenvariationen aber so lecker, dass jeder seinen Teller leeraß, denn pünktlich um 13 Uhr riss der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Hier also mal ein dickes Lob an das Küchenteam, das nicht unerheblich sogar zu einem top Schwimmbadbesuch beigetragen hatte. Nachdem man sich dann auf den Decknamen „Freiwillige Feuerwehr Weilbach“ geeinigt hatte, ging es los ins Schwimmbad. Dort konnten die Kinder (und Betreuer) die Nerven des Bademeisters gewaltig strapazieren. Die Leistung blieb hier lediglich hinter der Leistung des Vorjahres zurück. Am Zeltplatz gab es dann Hausmacher- und Käseplatten. Um für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen gab es dazu reichlich Obst und Gemüse; natürlich aus eigenem Anbau. Der für Montag geplante Hawaii-Abend wurde aber mittendrin von 40 Bumm-Bumm-Rockern unterbrochen, die es sich zum Ziel gemacht hatten die KJG-Fahne zu stehlen. Dank des beherzten Eingreifens der Nachtwache konnte jedoch Schlimmeres abgewendet werden.

Dienstag, den 02.08.

Der Dienstag konnte mit Bombenwetter aufwarten. Hierfür scheute die Lagerleitung im Voraus, ganz nach dem Motto „nur das Beste für unsere Gäste“ selbstverständlich weder Kosten noch Mühen. Gegen Mittag brach man zum Waldstationsspiel auf, das dank der starken Sonneneinstrahlung ehr einer FKK-Wanderung glich. Hierzu nun als kleiner Einschub einige Meinungen zum Zeltlager von Marvin Mechler, David Boiselle, Tizian Hennig und Kai Hofmann.

Ingo: Was sagt ihr zum heutigen Stationsspiel ?

Marvin: Also ich fand es ganz gut. Es war eine Herausforderung und man ist auch mal vom Zeltplatz runtergekommen. Insgesamt fand ich es besser als letztes Jahr.

Tizi: Es war ziemlich heiß, aber dafür haben wir beim Wett-Exen nur 16 Sekunden gebraucht und waren damit die Besten.

Dave: ich fand die Fragen beim Integrationscheck echt cool. Robin hat uns nur an seiner Station verarscht als er gemeint hat wir müssen ein möglichst tiefes Loch graben und wir einfach losgebuddelt haben, ohne darüber nachzudenken.

Ingo: Und was findet ihr am Zeltlager besonders gut?

Marvin: Das essen ist spitze!

Dave: Besonders gut finde ich, dass wir an den Bach und in den Wald dürfen. Der Zeltplatz an sich ist super.

Kai: Ich finde es gut das wir jeden tag eine Aktivität geplant haben, sodass uns nie langweilig wird. Blöd finde ich, dass die Dusche nur für Betreuer ist. Außerdem sollte es noch öfter Essen geben.

(Auf die Frage wieso er sich nicht bei den frischen, gesunden Äpfeln bediene, die rund um die Uhr am Küchenzelt ausliegen erhielt unsere Redaktion leider keine Antwort)

In einer anschließenden Umfrage sprach sich die eindeutige Mehrheit von 98% der befragten Kinder dafür aus, die Dusche an der Waschstelle öffentlich zu machen. Es bleibt jedoch fraglich ob es zu einem Volksentscheid kommen wird.

Wie jeden Abend traf man sich nachdem noch ein bischen Fußball gespielt wurde im groußen Kreis um danach durch das Abendessen gestärkt am Lagerfeuer richtig mitsingen zu können. Insgesamt war eine Steigerung der Gesangsfreudigkeit registierbar.

Mittwoch, den 03.08.

Pünktilich um 8 Uhr wurden die Kinder „sanft“ aus dem Schlaf geweckt, damit man rechtzeitig zur Tageswanderung aufbrechen konnte. Wie jedes Jahr ging es wieder über hohe Berge und durch Tiefe(n) Täler bis war am Ende (und völlig am Ende) in Reichholzheim angekommen waren. Unterwegs hatte sich die Gruppe getrennt , weil sich einige unbedingt an die anspruchsvolle Bergetappe wagen wollten. Kurz vorm Ziel trafen die beiden Gruppen wieder aufeinander. In Reichholzheim angekommen wartete auf die Kinder schon eine Stadtrallye, die alle voller Begeisterung in Angriff nahmen. Abends waren dann ein Döner,eine Dusche im richelbacher Vereinsheim und ein gemütliches Feldbett bitter nötig. Die Gesangslautstärke am Lagerfeuer ließ dementsprechend an diesem Abend zu wünschen übrig, was man aber Keinem der Anwesenden und der bereits zu Bett Gegangenen verübeln konnte.

Donnerstag, den 04.08.

Der Donnerstag begann frühs mit viel Regen und wenig Sonne. Gegen Mittag, als wir zum Gaststättenbesuch in den „Adler“ in Neunkirchen aufbrachen , klarte der Himmel jedoch auf und es wurde relativ schön. Nachdem jeder sein zuvor bestelltes Essen ;und evtl. noch ein Eis verspeist hatte und man sich auf dem ortsansässigen Spielplatz die zugenommen Pfunde wieder abtrainert hatte ging es zurück auf den Zeltplatz, wo dann die Sieger der Ortsrallye vom Vortag gekührt wurden. Am Mittag war Siesta angesagt. Abends hatte das Küchenteam ein weiteres Highlight in Petto: ein Überraschungsbuffet, bei dem für jeden Feinschmecker etwas dabei war. Ein weiteres Highlight war ein an diesem Abend die Vergabe des Kinderpokals. Zum ersten Mal seit der Gründung der KJG Bürgstadt ging dieser an Zelt 4, welches sonst mehr durch Schandtaten wie durch vorbildliches Verhalten aufgefallen war. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre fand am selben Abend auch noch der „bunte Abend“/“Star Search“ statt. Hier rissen uns die Akteure mit spannenden Hindernispakours, lustigen Tanzeinlagen und hochpoetischen Theateraufführungen das Publikum vom Hocker.

Freitag, den 05.08.

Freitags wurden die Kiddies selbst aktiv beim Kochen werden, indem sie ihre Pizza selbst ge-, bzw. verunstalteten. Später am Nachmittag wurde ein Bastelworkshop sowie ein Tischtennistunier organisiert. Damit sich die anschließende Dusche auch richtig lohnte gings zuvor nochmal auf die Seifenrutsche, die allen Beteiligten, egal ob freiwillig oder unfreiwillig viel Spaß bereitete. Später kamen dann einige alte KJG’ler zu Besuch um gemeinsam mit uns am Lagerfeuer ein paar alte Traditionen wieder aufleben zu lassen. Als Mitternachtssnack gab es dann noch für die „Olden“ Haxen vom Grill.

Samstag, den 06.08.

An diesem Tag legten sich frühs alle mächtig ins Zeug um den Zeltplatz und die Zelte auf Vordermann zu bringen, da man gegen Mittag die professionellen Betreuerinnen und Betreuer von der Lecker-Schmecker-Tour erwartete. Lecker-Schmecker war wie immer auch das Essen, nämlich Hot Dogs mit wahlweise Röstzwiebeln. Bei der Lecker-Schmecker-Tour selbst erfuhren die Kinder in einer für fast alle Betreuer angenehmen Spielmethode alles über das Thema gesunde Ernährung und regionale und sessionale Produktauswahl. Zu Deutsch durften wir zum Beispiel getrocknete Banane und Mango probieren, unseren eigenen Smoothie mixen und unser Wissen beim Ernährungsquiz unter Beweis stellen. Eine gelungene Sache und vielen Dank noch einmal an das Team von der Lecker-Schmecker-Tour. Abends wartete Petrus leider mit Regenwetter auf, weshalb wir dann in die Akropolis ausweichen mussten um gemeinsam den Abend zu verbringen. Es herrschte trotz des schlechten Wetters eine „feucht-fröhliche“ Stimmung bis in die Nacht hinein.

Sonntag, den 07.08.

Als alle wach waren ging es gleich ans Aufräumen, da man die ersten Eltern schon um 1 Uhr erwartete. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen traf man sich noch einmal in der Abschlussrunde, wo jeder noch einmal zum Besten geben konnte was ihm oder ihr gefallen hatte bzw. was man vielleicht nächstes Jahr noch verbessern könnte. Die kompetenten Betreuer waren für jede Kritik offen und werden sich die Vorschläge zu Herzen nehmen um nächstes Jahr ein noch besseres Zeltlager auf die Beine stellen zu können. Als dann später die Eltern auftauchten fanden sie schon gepackte Taschen und Kinder vor, die man genau wie die Klamotten in den Koffern erst einmal in die Waschmaschine werfen müsste um völlige Sauberkeit garantieren zu können. Wir bitten um Verständnis wenn die Redaktion an dieser Stelle ausnahmsweise einmal von der völlig neutralen Berichterstattungsweise abweicht und behauptet dass es mal wieder super viel Spaß gemacht hat und dass wir uns schon auf ein nächstes Jahr, hoffentlich auch mit euch, freuen.

Ingo und Felix (Karlus Kolumnus)